Die neue Gesewo-Siedlung
Im EinViertel wird eine bunt gemischte Bewohnerschaft einziehen. Neben den „normalen“ Genossenschaftswohnungen mit 2.5 bis 5.5 Zimmern werden drei Grosswohnungen gebaut. Zumietbare Zimmer bieten Flexibilität: Gäste oder flügge gewordene Jugendliche können beherbergt werden, ohne zusätzlichen ständigen Wohnraum zu mieten, was neben den finanziellen Vorteilen auch dem Anspruch der 2000-Watt-Gesellschaft entgegenkommt.
Verschiedene Gemeinschaftsräume für Hobbies, z.B. zum Werken, Feiern, Musizieren oder für Yoga, können von allen Bewohnenden benutzt werden. Ein Luxus wird die eigene Dachterrasse sein, die ebenfalls alle Bewohnerinnen und Bewohner benutzen dürfen.
EinViertel will mit vielfältigen Läden, Gewerbe- und Kulturangeboten für Leben sorgen, zu einen Treffpunkt mit Magnetwirkung werden und ins Quartier ausstrahlen. Gewerberäume mit flexiblen Grundrissen und Flächen zwischen 30 m2 und 270 m2 stehen kleinen und mittelgrossen Betrieben zur Verfügung.
Die Bewohnerinnen, Bewohner und Gewerbetreibenden können ihre Räume im Herbst 2020 beziehen.
Gemeinschaftsfördernde Architektur
Beim Architektur-Konkurrenzverfahren für das Baufeld 3 (Haus Krokodil) auf dem Werk 1 des Sulzerareals Stadtmitte Winterthur siegte im Juni 2016 das gemeinschaftsfördernde Projekt der Arbeitsgemeinschaft „Baumberger & Stegmeier Architekten und Kilga Popp Architekten“.
Die Gesewo ist begeistert über das siegreiche Projekt. Simone Brander, ehemaliges Mitglied des Gesewo-Vorstands, meint: „Die Gesewo ist mit ihren Werten präsent und wahrnehmbar: Gemeinschaftlichkeit, Innovation, Offenheit.“ Im Erdgeschoss wird es einen zentralen Empfangsbereich geben, einen Gemeinschaftssaal, eine „Pantoffelbar“ für Bewohnerinnen und Bewohner, eine Waschbar und weitere gemeinschaftsfördernde Nutzungen, einige davon auch öffentlich. Der Gesewo-Geschäftsführer Martin Geilinger lobt die von oben belichteten Atrien: „Die Sichtbezüge, das Licht und die Luft im Erschliessungsbereich fördern Begegnungen und Austausch. So kann aufeinander zu, statt voneinander weg gewohnt werden.“
Die Fachjury lobt das Projekt, das sowohl den Ort als auch die industrielle Geschichte berücksichtige und die spezifische städtebauliche Weiterentwicklung des Sulzerareals fortführe. Das Projekt erfüllt die Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft, darüber hinaus setzt es das Label Minergie-P um. Das Siegerprojekt wurde von einer Jury gekürt, in der auch die Gesewo vertreten war.